Espressomühle

Damit aus den gerösteten Kaffeebohnen bzw. Espressobohnen auch ebenso gutes Espressopulver werden kann, müssen die Bohnen erst gemahlen werden. Diese Arbeit übernimmt dabei eine Espressomühle. Die Geräte, die die feinen Bohnen zu Espressopulver werden lassen, gibt es dabei in verschiedenen Variationen. Während zu Omas Zeiten in Haushalten noch vornehmlich von Hand betriebene Mühlen mühsehlig wohl duftendes Kaffeepulver aus den Bohnen zauberten, geschieht dies heute im Allgemeinen komfortabel innerhalb weniger Sekunden durch eine elektrische Espressomühle. Doch auch bei den elektrischen Mühlen gibt es unterschiedliche Modelle, von der einfachen Mühle mit so genannten Schlagwerk bis hin zu hochwertigen Geräten mit fein einstellbaren Keramikmahlwerk.

Espresso ist – zumindest für Gourmets unter den Espressotrinkern – eine Kunst für sich. Nicht ohne Grund ist die Bereitung des feinen Kaffeesaftes in dem Geburtslandes des Espressos – dem südeuropäischen Italien – ein eigener Beruf. Neben der richtigen Wassertemperatur und dem richtigen Wasserdruck gilt nämlich auch Qualität, Mahlgrad und Frische des Espressopulvers als wichtiges Kriterium bei der Zubereitung eines guten Espresso. Für eine gute Espressomühle ist daher ein fein einstellbarer und reproduzierbar gleichmäßiger Mahlgrad wichtig. Schenkt man den Experten für Espresso Glauben können nur so Espressomaschine und Pulver aufeinander abgestimmt werden.

Hochwertige Espressomühlen arbeiten um dieses Ziel zu erreichen mit aufwendiger und hochwertiger Technik zum Einstellen des Mahlgrades und zum Mahlen des Pulvers selbst. Das sind unter anderem ein präzises und zuverlässiges Mahlwerk, welches die Espressobohnen möglichst schonend – mit wenig Temperaturentwicklung – und gleichmäßig mahlen. Das Ziel ist es dabei, den guten Geschmack und das volle Aroma der Bohnen zu erhalten. Diese sollen sich schließlich im Epressopulver und später auch in der Tasse wiederfinden. Hochwertige Mühlen nutzen hierzu meist hochwertige Mahlwerke aus Keramik um den hohen Ansprüchen, die an diese Mühlen gestellt werden, zu genügen. Der Mahlprozess ist dabei häufig nicht sehr langwierig. Während bei handbetriebenen Mühlen noch relativ lange Herstellungszeiten für das Espressopulver eingeplant werden mussten, geschieht dies bei nahezu allen elektrischen Geräten sehr schnell. Hier werden im Allgemeinen binnen weniger Sekunden die Bohnen zu feinem Pulver vermahlen, das anschließend von der Espressomaschine weiterverarbeitet werden kann. Wobei so manche moderne Espressomaschine ein so genannter Vollautomat ist und bereits über eine integrierte Mühle zum Mahlen von Kaffeebohnen verfügt und das notwendige Pulver aus den Bohnen selbst herstellt.

Für den nicht so anspruchsvollen Haushalt liefern jedoch auch einfache Modelle gute Ergebnisse, welche beispielsweise in einem günstigen Siebträger verwendet werden können. Denn frisch gemahlenes Pulver riecht nicht nur gut, es schmeckt allgemein hin auch besser. Hier sind nämlich noch viele ätherische Öle des Kaffees noch enthalten. Nach dem Mahlen gehen diese nämlich schnell verloren, so dass sie im Pulver meist nicht mehr in so großem Maße wie bei frischem Pulver enthalten sind. So liegt mit einer Espressomühle nicht nur ein leckerer Kaffeeduft von frisch gemahlenen Bohnen in der Luft, sondern es landet in der Regel auch ein Mehr an Geschmack in der Tasse. Zudem sollen Espressobohnen – aus einem Blickwinkel auf die Qualität – besser lagerbar sein als Pulver, das den Ruf hat schnell auszutrocknen und so an Qualität und Geschmack zu verlieren.